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Übersicht

Kommunikation mit LON und EIA-709.1 Netwerken

Einführung

Dem Zugriff auf die Daten des LonWorks Netzwerkes für dezentrale intelligente Automatisierung dient eine Vielzahl von Easylon Produkten, insbesondere die Easylon Interfaces und Easylon Software wie die OPC Server oder die Remote Network Interface Software.VNI Interface USB

Design und Leistungsumfang der Easylon LON Interfaces sind auf höchste Ansprüche ausgerichtet.
Dabei legen wir Wert

  • auf die Einsatzfähigkeit auch für industrielle Anwendungen,
  • auf die Unterstützung aktueller Betriebssysteme ohne alten Versionen den Support zu entziehen,
  • auf die Unterstützung aktueller Bussysteme und technischer Entwicklungen,
  • auf die Verwendbarkeit in LonWorks Netzwerken mit und ohne LNS,
  • auf die steigenden Anforderungen an Netzwerke, die optimale Performance im Datenzugriff verlangen,        
  • auf die Bedürfnisse von Anwendern, die mit eigenen Applikationen auf diese Schnittstellen zugreifen müssen,
  • auf den Wunsch nach möglichst einfachem Gebrauch unserer Produkte.

Aus diesen Gründen bietet jedes der Easylon Interfaces eine Vielzahl von Varianten, die jedoch auch vieles gemeinsam haben, was auf dieser Seite zusammengefasst ist.

Sollten Sie die gesuchte Lösung nicht finden, fragen Sie uns, vielleicht haben wir die Lösung für Ihr Problem bereits einmal für einen anderen Kunden geschaffen. Im Labor gibt es im allgemeinen mehr als im Katalog.

LonWorks und EIA-709.1

Unter dem Titel „Control Network Protocol Specification" beschreibt die EIA-709.1 Norm das der LonWorks Technologie zugrunde liegende Protokoll, LonTalk. Mit dieser Spezifikation und unter Lizenz der Echelon Corp. können Netzwerkknoten auch unabhängig vom Neuron Chip, der ansonsten essentiell einen LON Knoten darstellt, realisiert werden. Gesytec bietet solche Produkte in der Easylon VNI Linie an. Die Technologie ist in der europäische Norm EN 14908 beschrieben (weitere Normen)

Easylon VNI

VNI steht für Virtual Network Interface und beschreibt damit die Aufteilung der Schnittstelle in einen physikalischen und einen logischen Teil. Bei einer typischen Easylon VNI Schnittstellenkarte stellt sich dies wie folgt dar: Die Karte realisiert die Protokoll-Layer 1 und 2 der Schnittstelle. Der PC emuliert die Layer 3 bis 5.
Daraus resultieren bestimmte Vorteile:

  • Es steht die Performance moderner PCs und Server zur Verfügung.
  • Es kann ein leistungsfähiger Prozessor und ausreichend Buffer auf der Karte verwendet werden.
  • Der PC empfängt alle Telegramme.
  • Eine Zeitstempelung ist möglich.
  • Der PC sendet Telegramme mit beliebigen Quelladressen.
  • Der PC emuliert mehrere (bis zu 8) logische Schnittstellen, für die es auch eine eindeutige Node-ID gibt.
  • Es wird mit „normalen" Treibern auf diese Schnittstellen zugegriffen.
  • Es können mehrere Programme parallel auf die Schnittstellen-Hardware zugreifen.
  • Es können VNI und MIP basierte Anwendungen nebeneinander genutzt werden.
  • Es können 16 oder 32 Bit Programme genutzt werden.

In Praxis heißt das:

  • Es können alle schon zuvor mit LonWorks genutzten PC Anwendungen ohne Änderung weiter genutzt werden.
  • Es können bis zu acht Anwendungen parallel auf das LON Netzwerk zugreifen.
    Neben den laufenden Applikationen sind dann auch Netzwerkanalyse und  -management möglich.
  • Es steht eine größere Anzahl von Adresstabelleneinträgen zur Verfügung
  • Es gibt eine leistungsfähige Hardwareschnittstelle.
  • Easylon VNI Produkte sind zugleich Basishardware für den Easylon Analyzer.

LON Interface Treiber

Unterstützt werden Windows Betriebssysteme von Windows 2000 bis zu den aktuellen wie XP und Vista einschließlich Windows CE (.net). Für einige Karten stehen auch Treiber für Windows 95 und 98 oder DOS zur Verfügung. Bei Verwendung der LON Interface Treiber kann der Nutzer die Treibernamen frei vergeben. Das bietet Vorteile sowohl bei älteren Systemen und Anwendungen, die bei Verwendung mehrerer Interfaces systema­tische Namen verlangen (LON1, LON2, …) als auch in verteilten Anwendungen, bei denen z. B. über RNI auf entfernte Systeme über den Treibernamen zugegriffen wird. Hier lassen sich dann "sprechende" Bezeichnungen verwenden.

Linux Treiber werden ebenfalls für die meisten Lon Interfaces (auch LonTalk Adapter oder LON NIC genannnt) mitgeliefert. Sie stehen in verschiedenen Kernel Versionen im Quelltext zur Verfügung.

Treiber Updates und Versionen für neue Betriebssysteme können jederzeit von den Support Seiten der Gesytec Web Site heruntergeladen werden. Wollen Sie andere als den Standard, fragen Sie bitte.

MIP oder NSI Firmware

Für die Funktion als LonWorks Netzwerkinterface benötigt der Neuron Chip eine spezielle Firmware. Dazu stehen zwei Varianten zur Verfügung: MIP und NSI. Die NSI Firm­ware wird dann benötigt, wenn das LON Interface von einer LNS basierten An­wen­dung, wie zum Beispiel einem Netzwerk­management Tool, verwendet werden soll. Dies betrifft insbesondere die LNS Versionen bis 2.x. Ab LNS 3.x sollte ein VNI Interface verwendet werden, da dies eine bessere Performance bietet.

Interfaces mit MIP Firmware können für alle anderen Anwendungen eingesetzt werden, zum Beispiel für den Easylon OPC Server M. Mit der MIP Firm­ware steht der Anwendung mehr Speicher zur Verfügung. Damit können mehr und größere Buffer realisiert werden, was zu besserer Performance führt. Ein weiterer Vorteil der Varianten mit MIP Firmware besteht in einem günstigeren Preis.

LonWoks Transceiver

Free Topology (TP/FT-78) und Transformer Coupled Twisted Pair Transceiver (TP/XF-78 bzw. -1250) sind Standard Varianten der Easylon Interfaces. Dazu kommen, je nach Interfacetyp, noch Varianten mit RS 485, Smart Transceiver FTX oder Direct Connect (DC) Transceiver. Dabei bieten die RS 485 Transceiver der meisten Interfaces eine gal­vanische Trennung (s. Produktbeschreibung).

Tools für Entwicklung und Inbetriebnahme

Für die Inbetriebnahme der LonWorks Interfaces stehen diverse Tools zur Verfügung. Mit ihnen können evtl. auftretende Probleme schnell eingekreist werden. Entwickler wissen es zu schätzen, dass die Easylon Interfaces einen Debug Modus unterstützen, der das Testen neuer Applikationen erleichtert.

EasyCheck zum Beispiel, ist ein kleines und vielseitiges Programm für Setup und Diagnose von LON Interfaces. Grundlegende Tests und Kon­figurationen, wie das Einstellen von LonWorks Adresse, Modus und Buffer können einfach mit EasyCheck durchgeführt werden. Kommunikationstests erfolgen durch Senden und Empfangen von Service Pin Meldungen. Ein weiteres Feature ist das Scannen der Domain auf vorhandene Knoten. Die „Perfomance Tests“ vergleichen die Geschwindigkeit von zwei Interfaces. EasyCheck zeigt zudem auch die Versionen aller auf dem Pc installierten Easylon Software an.

WLDV32.dll

Die zum Lieferumfang der Easylon Interfaces gehörige WLDV32.DLL bietet ein 32-Bit Treiber Interface für Windows Betriebssysteme. Sie er­laubt die Verwendung alter Software, die noch für 16-Bit Systeme er­stellt wurden. Diese kann zur Ver­wendung mit Inter­faces anderer Hersteller auch separat erworben werden.

Remote Network Interface (RNI)

Diese Software für den Fernzugriff von einem vernetzten PC (LAN, Internet) über TCP/IP auf LonWorks Interfaces am Netzwerk gehört zum Lieferumfang der Easylon Interfaces. Wenn Sie von Ihrem PC aus Netz­werkmanagementaufgaben an einem weit entfernten LonWorks Netz aus­führen wollen, ist dies die eleganteste Lösung: Weiteres dazu finden Sie in einer separaten Produktbeschreibung.